Mit Biofeedback wird ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren bezeichnet, bei dem körpereigene Prozesse, die üblicherweise nicht oder nur ungenau wahrgenommen werden, ins Bewusstsein treten. Es werden bewusster noch mehr Sinne unsererseits aktiviert, was sonst unterschwellig von den bewussten Wahrnehmungen herausgefiltert wird.
Mit Neurofeedback ist ein spezielles Biofeedback gemeint und bezieht sich auf Hirnfunktionen. Es verhilft dazu Hirnregionen zu aktivieren und damit eine bessere Selbstregulation. Mit der erhöhten Selbstkontrolle können Zustände, wie Bewusstsein, Wachheit, Aufmerksamkeit und Emotionen reguliert werden. Einsatzgebiete sind:
- dysregulierter Schlaf
- dysregulierte Nozizeption (Schmerzempfinden)
- Aufmerksamkeitsstörungen
- Angst
- Depression
- dysregulierte emotionale Stimmung
Bei dem HEG-basiertem Neurofeedback (Hämatoencephalographie = die Auzeichnung des Durchblutungsgrades im Gehirn) werden die Durchblungsintensitäten im Frontalbereich (Präfrontallappen) gemessen. Mit steigernder Durchblutung wird die Sauerstoffversorgung verbessert, was zu einer höheren Aktivität der Neuronen führt und auf eine höhere Aktivität schließen lässt. Das Gehirn wird damit förmlich trainiert.
Wenn nämlich bestimmte Bereiche des Gehirnes beansprucht werden in Form eine Trainings, werden bestimmte neuronale Leitungen intensiver bedient. Dies führt zu dem Lernprinzip, dass diese bedienten Nervenbahnen ausgebaut werden, schneller Energie einfordern und auch bekommen. Die Kapilaren im Gehirn werden dann weit gestellt, was zu einer intensiveren Durchblutung und damit höherem Sauerstoff und Nährstoff Durchsatz führt.
Der Durchblutungsgrad wird in den Präfrontallappen im HEG gemessen und uns über die Messwerte bewusst und sichtbar gemacht.